Die Einspeisevergütung sinkt weiter – planbar und in kleinen Schritten. Seit dem 1. Februar 2026 gelten neue Sätze, und zum 1. August 2026 steht bereits die nächste Absenkung fest. Hier finden Sie alle aktuellen Werte und was sie für Ihre Wirtschaftlichkeitsrechnung bedeuten.
Aktuelle Vergütungssätze (Inbetriebnahme 1. Februar – 31. Juli 2026)
| Anlagengröße | Teileinspeisung | Volleinspeisung | |---|---|---| | Bis 10 kWp | 7,78 ct/kWh | 12,34 ct/kWh | | 10–40 kWp | 6,73 ct/kWh | 10,35 ct/kWh |
Wichtig: Maßgeblich ist der Zeitpunkt der Inbetriebnahme – nicht der Beauftragung oder Baugenehmigung. Der bei Inbetriebnahme gültige Satz wird für 20 Jahre festgeschrieben. Spätere Absenkungen betreffen nur neue Anlagen.
Nächste Absenkung: 1. August 2026
Zum 1. August 2026 sinken die Sätze planmäßig weiter – für Anlagen bis 10 kWp voraussichtlich auf etwa 7,71 ct/kWh (Teileinspeisung) bzw. 12,23 ct/kWh (Volleinspeisung). Wer seine Anlage noch zum höheren Satz anschließen möchte, sollte die Inbetriebnahme vor diesem Stichtag einplanen – realistisch heißt das: jetzt Angebote einholen, denn zwischen Auftrag und Netzanschluss vergehen oft 2–4 Monate.
Lohnt sich Einspeisen überhaupt noch?
Die klare Antwort: Als alleiniges Geschäftsmodell nicht – als Zusatzertrag ja. Die Rechnung ist einfach:
- Eingespeister Strom bringt Ihnen ~7,8 Cent pro kWh
- Selbst verbrauchter Strom spart Ihnen 30–40 Cent pro kWh (Ihren Strompreis)
Selbstverbrauch ist damit etwa vier- bis fünfmal wertvoller als Einspeisung. Die Konsequenz für die Anlagenplanung: Dimensionieren Sie nicht auf maximale Einspeisung, sondern auf Ihren Verbrauch – und denken Sie über einen Speicher nach. Wie sich ein Speicher rechnet, lesen Sie in unserem Artikel PV-Anlage mit Speicher.
Volleinspeisung: Die Nische für große Dächer
Bei der Volleinspeisung speisen Sie 100 % des Stroms ein und erhalten dafür den höheren Satz von 12,34 ct/kWh. Das lohnt sich fast nur, wenn Ihr Eigenverbrauch sehr gering ist – etwa bei Scheunen, Hallen oder vermieteten Objekten. Für das typische Einfamilienhaus mit 3.500–5.000 kWh Jahresverbrauch ist die Teileinspeisung mit Eigenverbrauch praktisch immer die bessere Wahl.
So sichern Sie sich den aktuellen Satz
- Angebote vergleichen – am schnellsten über unseren Angebotsvergleich
- Wirtschaftlichkeit prüfen – mit dem Solar-Rechner inklusive aktueller Vergütungssätze
- Inbetriebnahme terminieren – der Netzanschluss durch den Netzbetreiber bestimmt den Vergütungssatz, nicht die Montage
Fazit
Die Einspeisevergütung 2026 ist kein Renditetreiber mehr, aber ein solider Grundpfeiler: Sie garantiert 20 Jahre lang einen festen Abnahmepreis für jeden Überschuss. Die eigentliche Rendite Ihrer PV-Anlage entsteht beim Eigenverbrauch – und der wird mit jedem Strompreisanstieg wertvoller. Wie sich die Strompreise entwickeln, lesen Sie in unserer Strompreis-Analyse.